Banken in die Schranken! Banken in die Schranken!

Volksbegehren:
Banken in die Schranken!

 

Link zu "Was man sich ausrechnen kann" (Online-Standard)

Ich danke den Postern für ihre Beiträge! Ein Teil der Postings sind ein praktisches Lehrstück in Sachen Psychologie – etwas, was ich persönlich besonders interessant finde.

Unter den Postern waren auch einige Satiriker. Manche sehr subtil, andere ganz offensichtlich. Es ist sehr erfreulich, dass bei all dem Ernst, den die Sache verdient, auch noch Platz für Humor ist. Lachen ist gesund!

 

Als hätte es einer Bestätigung bedurft, zeigten viele Postings, dass die Konsequenzen positiver Rückkopplung und exponentiellen Wachstums nicht verstanden oder zumindest unterschätzt werden.

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Es gab den Einwand, dass im Artikel der Fortschritt bzw. die Produktivitätssteigerung total ausgeblendet würde. Tatsächlich ist das Nicht-Eingehen auf diesen Aspekt nicht zuletzt der geforderten Kürze für Leser-Kommentare geschuldet. Den Fortschrittsoptimisten – so will ich sie nennen – sei jedoch das Studium des Zusammenhangs zwischen Energiebedarf/Energieverfügbarkeit und Fortschritt/Produktivitätssteigerung empfohlen. In unserem System steigt auch der Energiebedarf oft exponentiell. Was das bedeutet, kann man sich wiedereinmal ausrechnen.
Ein Einstieg in die Problematik wären bspw. die entsprechenden Kapitel von Chris Martensons "Crash Course":
Kapitel 17a - Peak Oil
Kapitel 17b - Energiehaushalt
Kapitel 17c - Energie & Wirtschaft
Ganz generell wird sehr oft der Energie-Aspekt jeglicher produktiven Tätigkeit übersehen. Selbst wenn – wie im Falle von Dienstleistungen – keine Ressourcen verarbeitet werden, so sind doch Ressourcen zur Erbringung der Leistung notwendig. Eine Leistung, die keine Energie benötigt, wurde noch nicht entdeckt.

 

Erstaunlicherweise wurde sogar angezweifelt, dass die Ressourcen dieses Planeten begrenzt sind. Dass dem so ist, ergibt sich jedoch zwingend logisch daraus, dass die Materie dieses Planeten begrenzt ist. Bei einem intelligenten, nachhaltigem Umgang mit den Ressourcen – Stichwort: Kreislaufwirtschaft – wäre das tatsächlich nicht einmal ein Problem. Angesichts des offenkundigen Raubbaus an den Ressourcen des Planeten und den gigantischen, ständig wachsenden Müllbergen muss man schon Satiriker sein, um die Begrenztheit der Ressourcen in Frage zu stellen.

 

Aufgefallen ist wiedereinmal, dass Inflation von einigen als quasi „gottgegeben“ angesehen wird. Zinsen und Inflation stehen jedoch in einem ursächlichen Zusammenhang. Schon der Wortsinn von „Inflation“, gibt den entscheidenden Hinweis.

 

Herzlichen bedanken möchte ich mich auch für das Angebot einiger Poster, mir ein VWL-Studium zu finanzieren. Ich möchte das dankend ablehnen, weil ich die Beschäftigung mit einer Lehre, die fundamentale mathematische Grundsätze ignoriert, für eine Zeit- und Ressourcenverschwendung halte. Abgesehen davon sind die – sogenannten – Wirtschaftswissenschaften eines weitgehend nicht: wissenschaftlich – wie das sogar einige (selbst-) kritische Vertreter dieser Zunft zugeben.
Ich möchte die Poster des Angebots bitten, statt der Finanzierung eines VWL-Studiums besser das Sachwert-Äquivalent für Kinder in sozial benachteiligten Familien zu spenden.

 

Zum Psychologischen:
Die Konsequenzen kognitiver Dissonanz war in einigen Postings unübersehbar. Je nachdem hat sich das geäußert in dem Ausblenden der negativen Auswirkungen unseres derzeitigen Wirtschaftssystems bis hin zu den freilich nicht so erfolgreichen Versuchen einiger Poster mit beinahe aggressiver Vehemenz beweisen zu müssen, dass das im Kommentar Dargestellte auf keinen Fall so sein kann (geradezu so, als ob das Dargestellte ein Angriff auf ihre Persönlichkeit wäre).
Es ist allgemein bekannt, dass die Bekämpfung/Verweigerung von Neuem/Anderem immer dieselbe einfache Ursache hat - nämlich Angst. Angst ist menschlich, aber sie ist auch überwindbar.

 

 

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