Banken in die Schranken! Banken in die Schranken!

Volksbegehren:
Banken in die Schranken!

Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe eine Vermögenssteuer. Diese Vermögenssteuer sei gestaffelt nach Vermögen, und zwar so, dass jemand, der zwei Millionen Euro hat, mehr Einnahmen aus dieser Steuer bekommt, als jemand, der nur eine Million Euro hat. Auf der anderen Seite muss jemand, der kein Vermögen hat, jedes Jahr 10.000 Euro Vermögenssteuer bezahlen.

Genau solch einem Mechanismus unterliegen wir schon lange, nur nennen wir ihn nicht Vermögenssteuer, sondern Geldsystem. Jenseits aller steuerpolitischen Überlegungen ist genau dieser Mechanismus fest in unser Geldsystem eingebaut - und zwar durch den Zinseszinseffekt. Dieser bewirkt eine ständige Umverteilung des materiellen Wohlstands von Fleißig zu Reich. Dies führt zu immer stärker werdenden sozialen Spannungen. Werden diese Spannungen zu groß, entladen sich diese in destruktiven Wellen der Gewalt (in Form von Kriegen und/oder Revolutionen) - das hat uns die Geschichte immer wieder gezeigt. Daher sollten wir aus rein rationalen - ja sogar rein eigennützigen - Gründen an einer gleichmäßigeren Verteilung des Wohlstands interessiert und damit gegen Zinsen sein.

Die Zinsverbote in den großen Weltreligionen entspringen einer hohen sozialen Intelligenz. Bedauerlicherweise wird dies nur von sehr wenigen Menschen verstanden - ebenso wie das Phänomen der positiven Rückkopplung und des exponentiellen Wachstums.


Wissen statt glauben

Wir haben heute einen großen Vorteil: Blinder Glaube an den Sinn oder Unsinn von Zinsen ist heute nicht mehr notwendig. Wir verfügen über Wissen und Werkzeuge, um ganz nüchtern-rational die Konsequenzen von Zinsen klar feststellen zu können. Dank Computertechnologie lassen sich die Auswirkungen von Zinseszins sehr gut simulieren und darstellen.
Dr. Jürgen Kremer, Professor für Wirtschaftsmathematik, hat das getan. Mit einer von ihm entwickelten Simulation lässt sich die Entwicklung einer modellierten Volkswirtschaft über einen Zeitraum von 50 Jahren simulieren und analysieren. Es zeigt sich, dass die untersuchten Ökonomien mit realistischen Anfangsdaten und unter Standardannahmen langfristig instabil werden, wobei sich der Zinssatz am Kapitalmarkt als der wesentliche verursachende Faktor herausstellt. Konsequenterweise spricht Dr. Kremer daher von einer "anderen unsichtbaren Hand des Marktes" durch den Zinseszinseffekt.
Seine Simulation findet sich hier:

http://www.rheinahrcampus.de/fileadmin/prof_seiten/kremer/applets/DynamicAnalysis/AppletDynamicAnalysis.html

Pin It